Adieu, Bloggerei!

Im Winter ist Lesen besonders herzerwärmend!

Liebe Kreiszeitung, lieber Kulturredakteur, liebe Mitbloggerin Elisabeth Winkler, liebe Leserinnen und Leser,

das Experiment endet nun. Ich kann nur sagen: Es hat Spaß gemacht!

Alles, was an der Schnittstelle zwischen Online und Offline – soll heißen zwischen tatsächlicher und virtueller Welt – liegt, ist nützlich und sinnvoll. Es ist ja so, dass wir nicht die einzige Generation sind und sein werden, die je einen Fuß hüben und einen drüben hat,  aber wir sind diejenige Generation, bei der der Abgrund dazwischen am tiefsten war. Weil auf der anderen Seite komplettes Neuland lag. Wer hat zum Beispiel 1989, als die Mauer fiel (und mein Sohn geboren wurde und ich zum ersten Mal einen PC bediente) ahnen können, was aus diesem mysteriösen WWW für ein fantastischer (und gefährlicher!) Ort werden würde.

Und jetzt können wir bloggen. Einfach so.

Bloggen ist ein großes Vergnügen, das ich jederfrau und jedermann ans Herz legen will. Natürlich muss man internet- und textaffin sein. Es gibt eine Menge Gründe für die Bloggerei, nur ein paar davon will ich hier aufzählen:

  • Es kostet nichts oder doch fast nichts (außer Zeit), auch das Lesen eines Blogs ist umsonst
  • Man kann es von Zuhause aus tun, das ist besonders im Winter mit seinen frühen Abenden ein großer Vorteil
  • Man involviert sich ins Geschehen. Gerade bei diesen Tagen hat man es gemerkt: Wer da nicht schnell genug eingestiegen ist in den Literaturzug, hat von der rasanten Fahrt nichts (oder nur wenig) gehabt
  • Man kommt mit Menschen ins Gespräch (auch in den Kommentaren), man beobachtet genauer, man kann die Fotos, die man macht, tatsächlich auch verwenden …

Nun bleibt mir nur, mich von meinen und  (und natürlich unseren) Leserinnen und Lesern zu verabschieden. Bleiben Sie gesund, meistern Sie den Winter, und pflegen Sie das kleine Pflänzchen Literatur, das die Kulturamtsleiter zweier Städte, der Leiter der gemeinsamen VHS, die Chefinnen zweier Stadtbibliotheken und zwei Zeitungen (mitsamt vielerlei Helferinnen und Helfern) eingetopft haben. Das verdient doch doppelte Aufmerksamkeit, oder?

Literatur & Literaturvermittlung

Und hier gibt es gleich eine Gelegenheit dazu: Am 8. Dezember ist Friedrich-Glauser-Tag (der schweizerische Erfinder des modernen Kriminalromans, Sie wissen schon). Im Treff am See in Böblingen pflegen wir hierzu eine Krimi-Picknick-Tradition. Da gibt es Abendessen & Literatur & Literaturvermittlung in einem und dieses Mal werde ich eine der Organisatorinnen der renommierten Stuttgarter Kriminächte interviewen…

Der Treff am See in Böblingen (im Sommer!)

…aus gegebenem Anlass. Literaturfestivals sind schön, (um ein Bonmot von Karl Valentin abzuwandeln), machen aber viel Arbeit.

Es grüßt Sie alle herzlich

Andrea Vogelgsang | Nessa Altura

Fotos von  Ben White und von der website zum Treff am See, herzlichen Dank! Zum internet. Zum Treff am See und seinen Angeboten,
schreibt seit 2000 vor allem Kurzgeschichten kriminaler Prägung. Eigener Blog unter www.nessaaltura.de. Freut sich, "dass bei den Literaturtagen viel Regionales geboten wird".

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