Literatur als Arbeitsvorgang

Andrea Vogelgsang bei der Lesung (rechts)

Am 20.10.2017 um 20 Uhr fand im Rahmen der Literaturtage eine Lesung von meiner Mitbloggerin Andrea Vogelgsang alias Nessa Altura statt. Viele kennen sie schon, andere wurden vielleicht dort auf sie aufmerksam.

Das Thema war Literaturbetrieb; in vielen Glossen, Kommentaren und Sichtweisen wurde darüber erzählt und vorgelesen.

Was ist Literatur?
Wie wird man zum Autor?
Wieso heißt Nessa Altura Nessa Altura?
Gibt es Drussisch als zusammengefügte Sprache?

In der Lesung wurde der Technik eine Kampfansage gemacht: es wurden statt zum Beispiel einen Beamer zu verwenden jeweils passende Tafeln hochgehalten mit einem Wort, manchmal mehreren, darauf, die das Gesagte versinnbildlichen bzw. geschrieben wiedergeben und diesem Nachdruck verleihen, manchmal auf amüsante Weise, manchmal als erklärende oder erst zu verstehende Ergänzung.

Schrifttafeln als Stilmittel

Die Eingangsfrage im Vorwort war kontrovers: Was ist Literatur in der Gegenwart? Sind doch viele bereits tot, wenn man anfängt sich mit ihnen zu beschäftigen bzw. sie zu lesen.

Der Literaturbetrieb

Doch zurück zum Literaturbetrieb: Was genau ist damit gemeint? Frau Vogelgsang stellte den Ablauf dar, wie ein Autor zum Autor wird bzw. vor allem, was er zur Erstellung eines Buches benötigt und welche Schritte notwendig sind, um eines fertigzustellen. Auch, was danach alles noch passieren wird bzw. sollte.

Die Stimmung

Frau Vogelgsang stellte immer wieder Zwischenfragen an das Publikum, „Können Sie noch?“ oder „Ja, da kommt was auf sie zu..“, was die ihr eigene Art wiederspiegelt, auf sarkastische Weise mit ihren Texten oder der Lesung an sich umzugehen. Es war eine heitere Stimmung, nach beinahe jedem zweiten Satz gab es einige oder viele Lacher, was definitiv für sie sprach. Sie nahm die Leser mit ihrer angenehmen Stimme mit auf die Reise des Buches und des Autors. Tipps für angehende Autoren gab es gleich mit dazu. Auch war der Zuhörer ohnehin direkt angesprochen, da alle zu Autoren wurden bei dieser Lesung. Wir alle haben gedanklich ein Buch geschrieben oder sollten uns subjektiv damit befassen.

Es ging außerdem um eingedeutschte Wörter wie auch eingeenglischte Wörter wie Blitzkrieg (was sich im Übrigen auch im Japanischen größerer Beliebtheit erfreut. Japanische Bands streuen in ihren Songtexten gerne mal das ein oder andere deutsche Wort ein). Wem fallen da auf Anhieb wie viele und welche Anglizismen ein? Gerne auch als Kommentar. 😉

Hier die Titel ihrer mitgebrachten Werke als Anregung, wer sich darüber informieren möchte oder dem die Lesung gefallen hat:

Die Auswahl ihrer Literatur

Wer gerne mehr von ihr hören oder sie kennenlernen möchte, für den gibt es noch eine weitere Gelegenheit ebenfalls im Rahmen der Literaturtage zu einer Lesung von ihr zu gehen:

„Mörder unter Druck“ – Lesung mit Nessa Altura
Wann? 28.10.2017 um 15 Uhr
Wo? Z-Druck, Böblinger Str. 70, 71065 Sindelfingen. Eintritt frei

Fotos: Elisabeth Winkler

www.nessaaltura.de

27 Jahre alt, Mitarbeiterin in der Sindelfinger Stadtbibliothek seit 2016. Findet gut, „auf ganz unterschiedlichen Kanälen das Interesse für Literatur zu wecken."

3 Antworten auf „Literatur als Arbeitsvorgang“

  1. welch klare Sprache von Frau Vogelgsang !
    Es war amüsant, ihren ironischen Sätze und ihren ernst gemeinten Sätzen zu lauschen.
    Die Fahrt von Stuttgart hat sich für mich gelohnt!

  2. Herzlichen Dank, liebe Elisabeth Winkler, lieber Bernd Hoffmann, hat mich sehr gefreut. Ihnen, Herr Hoffmann, wünsche ich viel Erfolg bei Ihrem ambitionierten (und sicher sehr arbeitsreichen) Vorhaben!
    Grüße
    Nessa Altura | Andrea Vogelgsang

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