Das Wort und die Kunst – eine Liebesgeschichte der besonderen Art

Die Künstlerin umgeben von Worten

Da ich sowohl Liebhaber von Literatur/Sprache als auch von Kunst bin, war die Wortkunst-Ausstellung von Karolina Kos fast schon obligatorisch zum Besuchen.

Der Beginn war am 19.10.2017 um 18:30 Uhr. Ich wusste noch nicht konkret, was ich mir darunter vorstellen konnte oder was mich erwarten würde, was das Ganze im Voraus noch spannender machte. Jedenfalls freute ich mich sehr darauf!

Das Zusammenspiel

Wort und Kunst – eine grandiose Symbiose, kann doch das eine nicht immer ohne das andere leben.

Erst stand ich draußen vor der Tür, um mich auf etwaiges Kommende einzustimmen, und genoss die Natur. Als es dann soweit war und ich hineinging, bewegte ich mich zunächst langsam Schritt für Schritt, um mich dann in dem Pavillon, wo sich auch ein Café befindet, hinzusetzen. Ich ließ meinen Blick umherstreifen. Was ich als Erstes sah, machte Lust auf mehr:

Weise!

Die Wortkunst oder Wie sich unser Gehirn auf Reise macht

Karolina Kos spielt mit Sprachen, Floskeln, Sprichwörtern und vielem mehr, um ganz neue eigene Gedankenspiele zu erschaffen. Die Wahrnehmung wird geschärft oder auch geändert, man erfährt mitunter eine ganz neue Sicht auf die Dinge.

Viele ihrer Kunstwerke haben zwei Teile, was jeweils den anderen Teil wieder verändert oder erklärt. Die Wortkunst ist hier die Zusammenstellung und Wirkung der Worte neben- und untereinander, allein und zusammen gelesen.

Auch gibt es immer etwas Spezielles zu entdecken, wie sie betont.

Die Kunst und Karolina Kos, wie sie leibt und lebt

Schnell kam auch ich mit ihr in Kontakt, wenn sie nicht gerade mal belagert wurde von vielen Freunden und den freundlichen Mitarbeitern des Pavillons. Sie ist eine sehr lebhafte und flinke Person, mal hier mal da. Und sehr offen. Für mich nahm sie sich gerne Zeit, was auch nicht immer selbstverständlich ist. Wir redeten, sie bot mir locker sofort das Du an, und sie animierte mich dazu, weitere ihrer Kunstwerke zu entdecken, um mit ihr darüber zu reden. Es verstecken sich oft kleine Rätsel oder Besonderheiten darin. Ich ertappte mich dabei, wie ich länger hin und her lief, vom einen zum anderen Teil eines ihrer Kunstwerke, und immer noch einen weiteren Gedankengang dazu bekam.

Langsam füllte sich nun der Raum und es ergaben sich anregende Gespräche.

Letzte Gedanken

Kunstwerke sind nicht jedermanns Sache, doch Nachdenken ist nichts Schlechtes und für jeden von uns etwas. Für den, der sich darauf einlassen will, würde ich einen Besuch von mindestens einer Stunde ans Herz legen. Vielleicht geht es jemandem wie mir, dass man auch danach noch darüber nachdenkt und einige der Gedanken mit nach Hause nehmen möchte, um sie länger auf sich wirken zu lassen.

Möge dies nun als Vorgeschmack dienen, die Ausstellung zu besuchen! Sie ist im Rahmen der Literaturtage bis zum 11.11.2017 im Pavillon der IG Kultur zu besichtigen.

 

Fotos: Sebastian Schäfer (Bild 1), Elisabeth Winkler (Bild 2); Kunst: Karolina Kos.

www.xyzeiler.de

www.kk-wortkunst.de

 

 

27 Jahre alt, Mitarbeiterin in der Sindelfinger Stadtbibliothek seit 2016. Findet gut, „auf ganz unterschiedlichen Kanälen das Interesse für Literatur zu wecken."

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